Saintes Maries de la Mer

Zwischen Schilfgürteln und Wasserflächen

Der Ort, meist kurz nur Saintes-Maries genannt, gilt dennoch als heimliche „Hauptstadt“ der Camargue

Unser Weg führte uns von Carcassonne, Bezier, Marseillan über Séte in die Camarque. Die Autoroute führte uns zwischen den Schilfgürteln und zwischen den Wasserflächen hindurch. Dies war eine sehr schöne Ansicht. Kurz vor Séte fuhren wir dem Strand entlang, welcher anhand der überquollenen Parkplätze voll sein musste.

 

In Saintes-Maries-de-la-Mer befindet sich die bedeutendste Wallfahrtskirche Südfrankreichs, die unbedingt einen Besuch wert ist. Jedes Jahr pilgern Tausende von Gläubige dort hin. Schön ist auch der Ausblick von Oben über die Dächer der Stadt, über das Meer und die Camargue.

Im Mai ist die Wallfahrt und lockt viele Gläubige aus der ganzen Welt an. An 2 Tagen im Mai wird überall öffentlich und privat gebetet. Während dieser Zeit gibt es auch etliche möbelierte Zimmer in privaten Unterkünften zu mieten.

In den Nebensaison kann man in Saintes-Maries-de-la-Mer in aller Ruhe durch die Strassen bummeln und typisch provenzalische Souvenirs erwerben. Unter den üblichen Souvenirläden findet man vereinzelt noch schöne, kleine Geschäfte mit Spezialitäten der Region. Viele Restaurants bieten typische Menüs der Camargue an. In den Sommermonaten Juli und August ist der Ort leider sehr überlaufen.

Die Camarque haben wir bald an den weissen Pferden erkannt. Kurz vor dem nördlichen Einfang in Saintes Maries de la Mar konnten wir die schönen pinkigen Flamingos, welche im Wasser standen, bewundern.

Der Park umfasst 85.000 Hektar und bietet eine Landschaft aus Meer, Sand, Sümpfen und Blütenfeldern, wie man sie sonst kaum zu sehen bekommt. Der Park liegt zwischen der Mündung zweier Arme der Rhone und kann sowohl auf befestigten Wegen als auch „wild“ erkundet werden. Die Erkundung kann zu Fuss, auf dem Fahrrad oder auf dem Rücken eines Pferdes gemacht werden.

Bei der Einfahrt ins Dorf bemerkten wir schnell, dass sehr viel los war, denn die meisten Parkplätze waren rand voll. Zum Glück hat Saintes-Maries-de-la-Mer verschiedene Wohnmobilstellplätze. Quer durchs Dorf in Richtung Camping „La Brize“ fanden wir einen weiteren Parkplatz (GPS: für Wohnmobile, welcher noch 2 freie Plätze hatte. Parkiert und Fenster geöffnet konnte unser Stadtbummel losgehen. Wir schauten uns auf dem Parkplatz nach einer Parkuhr oder einem Ticketautomaten um, aber da war nichts. Unser netter Nachbar versuchte und mit Händen und Füssen zu erklären, wie das Parksystem funktioniert. Nämlich: der Tag ist gratis, nur die Nacht kostet 13 Euro. Nach 21 Uhr kommt ein Stadtmitarbeiter auf den Platz notiert sich alle Nummern/Schilder und wer am Morgen zwischen 8 Uhr und 8:30 Uhr noch dort steht, zahlt die Nacht.

 

Unser Spaziergang zum Dorf führte uns an der grossen, weissen Stierkampfarena vorbei. Zurzeit war ein Stierkampf im Gange. Das Fischerdörfchen Saintes-Maries-de-la-Mer mit seinen kleinen weissen Häusern und den engen Gassen gefiel uns sehr. Es war herzig mit den vielen kleinen Läden, welche viele Seifen, Lavendel und Camarque Salz verkaufen.

Den farbigen Sonnenuntergang genossen wir am Ufer einer Wasserfläche mit einer Glace zum Abschluss dieses Abends. Am Hafen mit den vielen Fischerbooten und Segelschiffen war es eine schöne Atmosphäre nach dem Sonnenuntergang.